Luftbild Schachenmayr
Luftaufnahme des Schachenmayr-Areals


Kamin auf dem Schachenmayrareal
Der Kamin des Schachenmayr-Areals wurde zwischenzeitlich leider abgerissen


Fabrikantenvilla
Die Fabrikantenvilla der ehemaligen Kammergarnspinnerei. Auch sie steht nicht mehr.


Spinnereigebäude
Das denkmalgeschützte Spinnereigebäude vermittelt ein Bild von der einstigen Größe des Unternehmens. 




Industriegeschichte

Die Industrialisierung erreichte Salach früher als andere Gemeinden. Bereits im November 1768 erhielt Johann Christoph Duncker vom Grafen die Erlaubnis in Salach eine Taback- und Grapp-Fabrique zu bauen. Die für wirtschaftliche Zwecke auch heute noch ideale Lage des kleinen Ortes und die entgegenkommende Politik der degenfeldischen Herrschaft boten ideale Bedingungen für die ersten Betriebe.

Der plötzlich massiv angestiegene Bedarf an Arbeitskräften zog zahlreiche Pendler an. Viele Arbeiter verlegten ihren Wohnsitz nach Salach. Die Bevölkerungszahlen erhöhten sich stetig. Die Gemeinde kam mit dem Bauen gar nicht mehr hinterher.

Dementsprechend großen Einfluss haben die einzelnen Betriebe auf die Ortschaft. Insbesondere die Industriellenfamilien Schachenmayr und Bareiß trugen mehrfach durch großzügige Spenden zur Entwicklung Salachs bei.

Salach ist und war Standort mehrerer großer Unternehmen. Die beiden Fabriken mit dem größten Einfluss und einer Vielzahl von Arbeitplätzen waren die Firma Schachenmayr und die Papierfabrik.

Die Firma Schachenmayr

Die Kammergarnspinnerei Schachenmayr entstand aus der Tabak- und Grapp Fabrique des Kommerzienrats Duncker. Dieser hatte das Unternehmen zur Baumwollspinnerei umgerüstet, als das Geschäft mit dem Tabak nicht mehr lohnend war. Die Firma gehörte schnell zu den größten Unternehmen der württembergischen Textilindustrie. Nach Dunckers Tod hatten dessen Nachfolger Kolb und Schachenmayr mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. 1835 übernnahm Leonhard Schachenmayr das Unternehmen ganz und führte es sehr erfolgreich weiter. Die Zahl der Arbeiter stieg stetig, bis die Firma 1907 bis zu 1000 Personen beschäftigte. Den Eigentümern der Firma Schachenmayr gelang es noch bis in die achziger Jahre durch technischen Fortschritt dem allgemeinen Niedergang der württembergischen Textilindustrie zu trotzen. Letzten Endes kam es trotzdem zur Übernahme durch das britische Textilunternehmen Coats. Die Marke "Schachenmayr" existiert bis heute fort.

Die Papierfabrik Salach
Die Salacher Papierfabrik entstand 1846 als Zweigstelle des Göppinger Unternehmens von J. C. Schwarz. Dessen Schwiegersohn Louis Bareiß übernahm den Betrieb 1866. Bareiß konnte die Firma aus finanziellen Gründen jedoch nicht halten. Danach produzierte die mehrfach von Grund auf modernisierte Papierfabrik unter wechselnden Eigentümern weiter, bis es im Jahr 2006 zu Insolvenz kam. Die Fabrik wurde von der Karl-Gruppe aufgekauft. Es findet keine Papierproduktion mehr statt.

Heutige Unternehmen
Salach ist bis heute eine Industriegemeinde geblieben. Namhafte Unternehmen, wie die Firmen Heldele, EMAG und Springfix sind in Salach zu Hause.

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