Einen Ausflug wert

  • Die Burgruine ist über Wanderwege von Salach und Süßen aus gut zu erreichen. Es besteht die Möglichkeit mit dem Auto über eine Straße bis direkt vor das Burgtor zu fahren. Gegenüber dem Tor gibt es einen Wanderparkplatz.

    Das Gelände, auf dem sich das Burghotel Staufeneck befindet, ist bis 21:00 Uhr frei zugänglich. Der Turm kann gegen eine Gebühr von 1,00 Euro bestiegen werden.
  • Staufeneck Burggraben und Turm
    Die Burgruine
  • Rehgehege
    Das Rehgehege auf der Burganlage   
  • Staufeneck im Winter
    Auch im Winter ein lohnendes Wanderziel

Burg Staufeneck

Eine Burg...

Die vermutlich in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts über eine Dauer von mehreren Jahrzehnten errichtete Burg besitzt einen markanten runden Bergfried, der noch heute bestiegen werden kann. Die ursprüngliche Anlage besaß zwar ein Herrenhaus, verfügte aber nicht über ein Wirtschaftsgebäude, so dass die Burg durch eine nahegelegene Siedlung versorgt werden musste – die Geburtsstunde der Burg ist somit höchstwahrscheinlich auch die Geburtsstunde des Ortes Salach.

Im 15. Jahrhundert wurde die Burg zum Schloss ausgebaut. Es entstand eine weniger stark befestigte Vorburg, die durch einen Burgraben von der wehrhaften Innenburg getrennt war. Wirtschaftsgebäude wurden errichtet, deren Nachfolgebauten heute noch vorhanden sind. Außerdem erhielt die Burg eine eigene Kapelle und einen neues Wohngebäude.

Burg Staufeneck Aquarell 1810 historische Ansicht der Burg


...und ihre Herren

Die Herren von Staufeneck

Wer genau die Burg erbaute konnte bislang nicht restlos geklärt werden. Die ersten Herren der Burg, die den Namen „Staufeneck“ trugen, müssen wohl dem Geschlecht der Hohenstaufen nahegestanden haben. Darauf deuten die Namensführung und der staufische Löwe im Wappen hin. Die Herkunft des Geschlechts ist jedoch genau so unklar, wie die Ursprünge der Burg. Die Staufenecker verschwanden in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts von der Bildfläche, nachdem sie durch wirtschaftliche Schwierigkeiten den Großteil ihres Besitzes verloren hatten.

Die Herren von Rechberg zu Staufeneck

Danach ging die Burg in das Eigentum des Hauses Rechberg über, einer wohlhabenden und einflussreichen Familie. Salach fristete ein ruhiges Dasein unter der Herrschaft der Rechberger zu Staufeneck, bis die Hauptlinie des Geschlechts 1599 ihr Ende fand.

Erbstreit und Teilung

Schon bald brach unter den verbliebenen Verwandten ein Erbstreit aus und für Salach begannen turbulente Zeiten. Am 09.10.1599 wurde die Burg Staufeneck vom Herzog von Württemberg besetzt. Hiergegen wiederum legte die andere Hälfte der Verwandtschaft beim Kaiser Beschwerde ein. Dieser teilte die Burg und den dazugehörigen Ort und sprach jeder Partei eine Hälfte zu, so dass die Salacher fortan zwei Herren hatten.

Kaufen und Verkaufen

In den folgenden Jahrzehnten wurden Burg und Ort mehrfach verkauft, gekauft, vererbt, abgetreten und besetzt, bis beides schließlich 1665 in den Besitz von Ferdinand von Degenfeld gelangte.

Die Grafen von Degenfeld

Die Freiherren und späteren Grafen von Degenfeld ließen die Herrschaft durch Vögte verwalten, die auf der Burg Staufeneck ihren Amtssitz nahmen. Ab dem Jahre 1790 wurde die Verwaltung vom Stammsitz der von Degenfelder in Eybach aus geführt und das Schloss nicht mehr genutzt.

Ruine

Das führte dazu, dass die Anlage mehr und mehr verfiel, bis schließlich nur noch eine Ruine übrig blieb. Ab 1927 wird im Bereich der Burg eine Gastronomie geführt, aus der sich im Laufe der Jahrzehnte ein florierendes  Hotel und preisgekröntes Restaurant entwickelten. Die Ruine befindet sich in Privatbesitz, die Anlage ist jedoch frei zugänglich und kann besichtigt werden.

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