Wappen Staufeneck


Wappen Staufeneck

Geschichte

Eine kleine Pfarrei namens „Salhach“ wird erstmals im Steuerregister der Diözese Konstanz aus dem Jahre 1275 erwähnt. Der Eintrag lässt auf einen kleinen, eher unbedeutenden Ort schließen.  Der Name Salach bedeutet „Salweidengebüsch“. Die Siedlung gehörte zum Herrschaftsbereich der Burg Staufeneck und wurde von dort aus regiert. So ist es nur logisch, dass die Geschichte des Ortes eng mit der Burg verbunden ist, die noch heute als imposante Ruine das Landschaftsbild prägt.

Mehr zur Geschichte der Burg Staufeneck

Lange Zeit behielt Salach seine eher bescheidene Größe und seinen Status als „Anhängsel“ der Burg mit unterschiedlichen Herren. So zählte die Gemeinde im Jahr 1760 lediglich 350 Einwohner. Die Bewohner Salachs waren größtenteils unfreie Bauern. Im „Filstalpanorama“, einem Aquarell aus den Jahren 1534/35, ist Salach als kleines Dorf mit ziegelgedeckten Häusern und einer Kirche abgebildet. 1449 wurde Salach während des dritten Schwäbischen Städtekriegs niedergebrannt. Weitere Konflikte überstand das Dorf unbeschadet, da die Burg sich mehrmals kampflos ergab.

Erst mit der Industrialisierung explodierte die Bevölkerungszahl und stieg innerhalb von knapp 200 Jahren auf über 7.500 Menschen. Als erstes siedelte der Kommerzienrat Duncker 1768/69 eine Taback- und Grapp-Fabrique an. 1805 baut er den Betrieb zu einer Spinnerei um, aus der sich wiederum die Firma Schachenmayr entwickelte. Die zentrale Lage von Salach war ein enormer Standortvorteil und so siedelten sich rasch weitere Industriebetriebe und Zweigstellen namhafter Unternehmen an.

Mehr zur Industriegeschichte von Salach

Der massive Bevölkerungsanstieg führte zu umfangreichen Baumaßnahmen in ganz Salach. Die Infrastruktur musste erweitert, neue Gebäude errichtet werden. In den Jahren 1908 und 1909 wurde ein neues Schulhaus gebaut, das den Namen Schottschule erhielt. Das Gebäude ist heute denkmalgeschützt und beherbergt seit 1991 das Rathaus.
Das starke Wachstum führte im Jahr 1867 auch früh zur Gründung einer eigenen Feuerwehr. Nicht vergessen war ein katastrophaler Brand, der 1830 fast dreißig Häuser in Schutt und Asche gelegt hatte. Trotzdem konnte ein weiterer Großbrand 1874 nicht verhindert werden.
Auch der Wunsch nach Freizeitangeboten wuchs und gründeten sich erste Vereine, beginnend mit dem Gesangsverein um 1856, es folgten der Musikverein und die TSG. Zudem lies die Firma Schachenmayr 1933 ein Freibad bauen.

Mehr zur Geschichte des Schachenmayr-Freibads

  • Gemeinde Salach
  • Rathausplatz 1
  • 73084 Salach
  • Telefon: 07162 4008-0
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