Gemeindenachricht

Pakete mit gefälschten Ausweisen ergattert


Aufmerksamer Nachbar meldet Betrug
 
Vor ca. zwei Wochen sollen sich zwei Männer im Alter von 20 und 27 Jahren in Salach Pakete ergaunert haben. Die beiden hielten sich zur Mittagszeit in der Haldenstraße auf. Das war auch einem aufmerksamen Anwohner aufgefallen. Die Betrüger gaben sich als tatsächlich existierende Anwohner aus und verwendeten deren Namen. Eine Zustellerin übergab ihnen daraufhin die Pakete. Der wachsame Anwohner fand dies sehr verdächtig, fotografierte die beiden Männer und verständigte die Polizei. Anhand des Fotos ermittelte die Polizei einen der Verdächtigen. Der Zweite ging später bei einer Verkehrskontrolle ins Netz. Die Polizei geht davon aus, dass die Verdächtigen die Namen zweier Salacher Bürger verwendeten und sich die Pakete an deren Adressen liefern ließen. Dort fingen sie die Pakete vermutlich mit gefälschten Ausweisen ab. Die Männer sehen nun Anzeigen wegen Betrugs und Urkundenfälschung entgegen, berichtet die Polizei in einer Pressemitteilung. Was die Betrüger ergaunert haben sollen, ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Nach Informationen vom einem der betroffenen Anwohner wurden noch weitere Warenlieferungen zugestellt, die vermutlich ebenfalls von den Betrügern in Auftrag gegeben wurden. Somit hat die rechtzeitige Meldung des Nachbarn an die Polizei möglicherweise weiteren Schaden verhindert.
 
Die Betrugsmasche, die hier zur Anwendung kam, ist inzwischen leider weit verbreitet und wird als Bestellbetrug bezeichnet. Dabei gibt es ganz verschiedene Methoden, wie Betrüger an teils hochwertige Ware kommen, ohne dafür zu bezahlen. Im aktuellen Fall wurden die Namen und Anschriften tatsächlich existierender Anwohner für Bestellungen im Internet verwendet, in anderen Fällen kommen Phantasienamen zum Einsatz. Die Betrüger warten vor Ort auf die Zusteller, um das Paket dann auf der Straße abzufangen. Die ahnungslosen Empfänger bekommen davon nichts mit, erhalten dann später aber natürlich Rechnungen oder Mahnungen für die nicht bezahlte Ware. Bei einer anderen Vorgehensweise nutzen die Betrüger die Hilfsbereitschaft der Nachbarn aus und versuchen dort abgegebene Pakete abzuholen. Oder aber die Betrüger fischen die Benachrichtigungskarten der Zusteller einfach aus dem Briefkasten und holen die Pakete dann im Paketshop ab.
 
Leider ist es fast nicht möglich, sich vollständig vor dieser Betrugsmasche zu schützen. Ein paar Vorsichtsmaßnahmen und eine aufmerksame Nachbarschaft machen den Betrügern jedoch das Leben schwer:
 
· Nehmen Sie nur Pakete für Nachbarn an, die Ihnen persönlich bekannt sind.
· Geben Sie keine Pakete an Ihnen unbekannte Personen heraus.
· Achten Sie auf zusätzlich angebrachte Namen an Hausbriefkästen oder
  Briefkästen von leeren Wohnungen. Erkundigen Sie sich ggf. bei der
  Hausverwaltung.
· Senden Sie nicht bestellte Ware zeitnah wieder an den Absender zurück und
  weisen Sie darauf hin, dass Sie die Ware nicht bestellt haben
· Sollten Sie Rechnungen oder Mahnungen für Ware erhalten, die Sie nicht
  bestellt haben, wenden Sie sich zeitnah an den Rechnungssteller. Wenn sich
  hierbei konkrete Anhaltspunkte für einen Betrug ergeben, kontaktieren Sie die
  Polizei. 
· Schauen Sie genau hin wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt. Merken Sie
  sich mögliche Kennzeichen und das Aussehen der Personen. Bringen Sie
  sich nicht selbst in Gefahr. Und: Verständigen Sie im Zweifelsfall sofort die
  Polizei.
 
Hinsehen statt wegschauen lautet das Motto der bundesweiten Initiative "Aktion-tu-was" der Polizei, die zu mehr Zivilcourage aufruft. Viele Straftaten können nur mit Hilfe der Bevölkerung aufgeklärt werden. Opfern kann so geholfen werden. Informationen zur Aktion der Polizei finden Sie im Internet unter www.aktion-tu-was.de oder in Broschüren auf jeder Polizeidienststelle.
 
 
 


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