Gemeindenachricht

Das Feuerwehrhaus wird generalsaniert


Aus der Sitzung des Gemeinderats am 27.09.2016
 
Die erste Sitzung des Gemeinderates nach der Sommerpause begann bereits um 17:00 Uhr mit einer Besichtigung des Friedhofs in Göppingen-Holzheim. Dort informierte sich das Gremium über ein neues Konzept für Urnenbestattungen namens „Mein Baum der Erinnerung“.
 
Im Anschluss gab Bürgermeister Julian Stipp im Rathaus bekannt, dass der Gemeinderat in seiner Sitzung am 26.07.2016 über die Vergabe des Bauplatzes am Ende der Itterstraße entschieden hat. Außerdem informierte er das Gremium darüber, dass die Gemeinde aus dem Ausgleichsstock einen einmaligen Zuschuss für die Generalsanierung des Altbaus (BJ 1957) der Staufeneckschule in Höhe von 100.000 € erhält, abrufbar in den Jahren 2016 mit 75.000 € und 2018 mit 25.000 € erhält. Für den Bau einer neuen Flüchtlingsunterkunft neben dem bestehenden Gebäude Eislinger Straße 57 erhält die Gemeinde zudem Zuwendungen nach dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz (KInvFG) in Höhe von rund 50.000 €
 
Der Landkreis arbeitet derzeit in Kooperation mit den Kreiskommunen an einem einheitlich beschilderten Freizeitwegenetz. Die Gemeinde Salach hat zwei Rundwanderwege in die Konzeption eingebracht. Die Routen sind 9,6 und 11,4 km lang. Startpunkt ist jeweils die Stauferlandhalle. Die beiden Routen verlaufen zunächst parallel hoch zur Burg Staufeneck und weiter bis über den Geißrücken. An der Gemeindeverbindungsstraße nach Kitzen trennen sich die beiden Routen. Die längere Route führt rund um den Äsberg nach Krummwälden und von dort wieder zurück nach Salach. Die kürzere Runde folgt der Gemeindeverbindungsstraße nach Bärenbach und dann über den Kapfhof zurück zur Stauferlandhalle. Teil des Freizeitwegenetzes ist auch ein Netz von Mountainbike-Routen. Dieses verläuft jedoch nicht über die Gemarkung von Salach. Der Gemeinderat stimmte mit einer Gegenstimme mehrheitlich zu, dass die Gemeinde die Verkehrssicherungspflicht und das Wegemanagement für die beiden neuen Wanderrouten übernimmt. Aus dem Gremium wurde zudem angeregt, entlang der Routen Informationstafeln zu Sehenswürdigkeiten aufzustellen und auch über weitere Ruhebänke nachzudenken. 
 
Danach beschäftigte sich das Gremium mit der routinemäßigen Änderung der Wasserversorgungssatzung und der Abwassersatzung.  Beide Beschlüsse fielen einstimmig. Die Kalkulation für 2017 ergab eine Wasserverbrauchsgebühr von 2,40 €/m³. Dies entspricht einer Erhöhung von 0,10 €/m³ im Vergleich zur bisher geltenden Gebühr von 2,30 €/m³. Im Bereich Abwasser wurden folgende Sätze kalkuliert: Schmutzwassergebühr: 1,72 €/m³ (2016: 1,90 €/m³), Niederschlagswassergebühr: 0,43 €/m² (2016: 0,28 €/m²). (Die Satzungsänderungen sind in dieser Ausgabe des Salacher Boten bei den amtlichen Bekanntmachungen abgedruckt.)
 
Die stellvertretende Kämmerin Silke Schömbucher berichtete über den Fortschritt bei der Einführung des NKHR (Neuen Kommunalen Haushalts- und Rechnungswesen). Der Gemeinderat vergab einstimmig die dafür notwendige Vermögenserfassung und –bewertung des Infrastrukturvermögens zum Brutto-Angebotspreis von 19.040,00 € an die Rödl & Partner GmbH. (Eine ausführliche Berichterstattung zu NKHR finden Sie weiter vorne in dieser Ausgabe des Salacher Boten) 
 
Ortsbaumeister Hannes Dietrich Keyn stellte den Gemeinderat die Entwurfsplanung für den Ausbau der Eduard- und Frauenstraße vor. Anlässlich des Straßenausbaus soll auch gleich die ohnehin in den nächsten Jahren anstehende Sanierung der Filsbrücke Frauenstraße erfolgen. Der Sanierungsbedarf hatte sich bei einer im Frühjahr durchgeführten Brückenprüfung ergeben, als u.a. Undichtigkeiten im Fahrbahnbereich und daraus resultierende Schäden durch Wassereintritte festgestellt wurden. Für die im westlichen Schachenmayr-Areal ansässigen Firmen ist über einen längeren Zeitraum baubedingt keine Zu-/Abfahrt über die Eduard-/Frauenstraße möglich. Für diese Firmen und den Baustellenverkehr der Gemeinde wird eine Behelfszufahrt von der Süßener Straße aus über das östliche Schachenmayr-Areal eingerichtet.
 
Folgender Bauablauf ist vorgesehen:
  • Oktober/November 2016      Ausschreibung der Bauleistungen
  • Dezember 2016                     Vergabe der Bauleistungen
  • Frühjahr 2017                        Baubeginn
  • Juli 2018                                Fertigstellung
Zu guter Letzt stand die Modernisierung und Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses auf der Tagesordnung. Hierzu berichtete Ortsbaumeister Hannes-Dietrich Keyn zunächst ausführlich zur Entwicklung der Kostensituation. Ursprünglich sollten in einem ersten Bauabschnitt nur ein südlicher, eingeschossiger Anbau errichtet werden und der teilweise Umbau und die Modernisierung des Erdgeschosses (Modernisierung der Sanitärräume und Bau von Umkleiden für die Frauen) vorgenommen werden. Im Zuge der Umsetzung des Vorhabens war und ist es jedoch unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit erforderlich, dass ursprünglich später geplante Maßnahmen (Anbau Nord und Komplettmodernisierung des Bestandsgebäudes), bereits im Zuge des ersten Bauabschnittes mit umgesetzt werden. Damit ist das Bauvorhaben zu einer Generalsanierung des Feuerwehrhauses geworden, was entsprechende Kostensteigerungen mit sich bringt. Rund 176.000 € werden zusätzlich benötigt. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr haben kräftig mit Hand angelegt und Eigenleistungen in Höhe von unglaublichen 175.000 € erbracht ursprünglich waren nur Eigenleistungen für 100.000 € vorgesehen. Die Eigenleistungen eingerechnet belaufen sich Gesamtkosten für das Projekt auf über 1,1 Mio €. Ortsbaumeister Hannes-Dietrich Keyn betonte, dass man aus heutiger Sicht an so ein Projekt sicher anders herangehen würde. Der Gemeinderat stimmte dem zu, sah die jetzt gewählte Vorgehensweise jedoch ebenfalls als notwendig und wirtschaftlich sinnvoll an.
 
Anschließend wurden folgende Vergaben für das Feuerwehrhaus beschlossen:
 
Die Stuckateurarbeiten wurden mehrheitlich mit einer Gegenstimme an die aus der beschränkten Ausschreibung als günstigster Bieter hervorgegangene Firma Di Mari Stuckateurbetrieb aus Salach zum Angebotspreis von 70.308,41 € vergeben.
Die Innenputzarbeiten wurden einstimmig an die aus der beschränkten Ausschreibung als günstigster Bieter hervorgegangene Firma Hinterschweiger GmbH aus Eislingen zum Angebotspreis von 13.287,45 € vergeben.
Die Dachabdichtungsarbeiten wurden einstimmig an die aus der beschränkten Ausschreibung als günstigster Bieter hervorgegangene Firma Dachdeckerei Gabriel aus Göppingen zum Angebotspreis von 22.189,93 € vergeben.
Die Estricharbeiten wurden einstimmig an die aus der beschränkten Ausschreibung als günstigster Bieter hervorgegangene Firma Fichtner Estriche aus Rechberghausen zum Angebotspreis von 5.904,78 € vergeben.
Die Rüttelbodenarbeiten wurden einstimmig an die Fa. Horst Murschel aus Filderstadt-Bonlanden zum Angebotspreis von 24.890,40 € vergeben. 
 

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