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Gemeindenachricht

Festsitzung des Gemeinderates am 29.06.2016


Einer trainiert, der andere telefoniert
Gelungener Festabend in der Stauferlandhalle
 
Die ersten Lacher des Abends hatten die Kinder der Staufeneckschule auf ihrer Seite, als sie erklärten, dass vier Strophen ihres Liedes Bürgermeister a. D. Bernd Lutz und zwei Strophen Bürgermeister Julian Stipp gewidmet seien. Der eine kann sich endlich seinen Hobbys widmen (Gärtnern, Modelleisenbahn spielen, Frisch auf anfeuern und trainieren) der andere sitze derweil in seinem Rathaus und müsse vor allem eins: Ganz viel telefonieren!
 
Neben diesem mehr als gelungenen Auftritt warteten am 29.06.2016 noch weitere Überraschungen auf die rund 420 Gäste in der Stauferlandhalle. Die zahlreichen Festredner hatten sich für ihre Reden und ihre Geschenke so einiges einfallen lassen. Spontaner Wortwitz rundete das ganze ab. So erklärte der 1. Stv. Bürgermeister Dieter Merath, der gekonnt durch den Abend führte, aus seiner Sicht habe Julian Stipp nur einen Makel: Er sei bei der SPD. MdL Peter Hofelich, der für die zahlreich vertretenen Landtags- und Bundestagsabgeordneten sprach, erklärte daraufhin, er könne beim Moderator des Abends ebenfalls nur einen Makel erkennen.
 
Der Eislinger Oberbürgermeister Klaus Heininger, der gleich in dreifacher Funktion sprach (Gemeindeverwaltungsverband, Bürgermeistervereinigung und Gemeindetag) und sich deshalb auch gleich die dreifache Redezeit anrechnete, überraschte den Neubürgermeister mit eine besonderen Geschenk. Ein vollgepackter Rucksack enthielt allerhand wichtige Ausrüstung für angehende Bürgermeister. Mit dabei: Ein glückliches Händchen, ein breiter Rücken, ein guter Draht zum Gemeinderat, Klebeband, um am Boden zu bleiben und ein Ohr für die Belange der Bürgerinnen und Bürger.
 
Ein gutes Ohr für die Gerüchteküche bewies dann auch Pfarrer Robert Lukaschek, der für die Salacher Kirchengemeinden sprach. Er berichtete von gleich vier Wohnungen, die der neue Rathauschef in Salach angeblich bezogen haben soll. Eine der vier möge Julian Stipp dann mit seinem Geschenk ausstatten, einem dekorativen, großen Windlicht, das für Erleuchtung sorgen soll. 
 
Auch Bürgermeister a.D. Bernd Lutz kam nicht zu kurz. Landrat Edgar Wolff verabschiedete ihn mit einer gelungenen Zusammenfassung der während seiner Amtszeit gemeisterten Projekte. Außerdem enthüllte er, womit sich Bernd Lutz zukünftig beschäftigen wird, zumindest bis seine neue berufliche Laufbahn enthüllt werden kann. Er hat sich bereit erklärt, als ehrenamtlicher Botschafter für die Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf tätig zu werden. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung fanden auch Gemeinderat Wolfgang Arnold (für die Fraktionen des Gemeinderats) und Stefan Oesterling (für die Salacher Vereine) die richtigen Worte für den scheidenden Salacher Rathauschef. 
 
Damit die bereits erwähnten Hobbys nicht zu kurz kommen, erhielt Modelleisenbahn-Fan Bernd Lutz von seiner Verwaltung zum Abschied ein neues Spielzeug geschenkt: Eine individuelle gestaltete Märklin-Bahn mit künstlerisch gestalteten Waggons der einzelnen Abteilungen, Gemeinderatsfraktionen und der Freiwilligen Feuerwehr. Damit musste natürlich zur Freude des Publikums auch sofort gespielt werden.
 
Dass die Kontakte zwischen Julian Stipps Heimatgemeinde Limbach und Salach bereits fleißig geknüpft werden, bewies der Musikverein. Dirigent Armin Müllner hatte neben seinen eigenen Musikanten auch eine Abteilung des Limbacher Musikvereins zu dirigieren, die sich heimlich, still und gar nicht leise in die Veranstaltung eingeschlichen hatte. Für das Rahmenprogramm sorgten außerdem der Kinderchor des Liederkranzes und die TSG Abteilung Jazz.
 
Auf der Bühne wurde es dann noch geradezu magisch, als Rektor Sven Bayer das Publikum mit seiner Rede verzauberte. Ein Bürgermeister müsse in der Lage sein, aus einzelnen Teilen ein großes Ganzes zu machen, wobei auch nicht eingeplante, zusätzliche Teile immer passend eingefügt werden müssen. Wie da funktioniert demonstrierte er dann auch gleich mit einem gelungenen Zaubertrick. Bei dieser Gelegenheit erinnerte er sich daran, dass er Bürgermeister a.D. Bernd Lutz bereits vor 10 Jahren kennengelernt hatte, als er, ebenfalls bei einem Zaubertrick, einen Geldschein von ihm verbrannt hatte. Er versprach daher zugleich feierlich, dass er in seiner Funktion als Schulleiter kein Geld der Gemeinde verbrennen werde.
 
Als letzter Festredner trat Bürgermeister Bruno Stipp aus Limbach ans Rednerpult und fand ebenfalls gelungene Grußworte für seinen ehemaligen Gemeinderat Julian Stipp. Dabei klärte er auch zugleich ein weit verbreitetes Missverständnis auf: Nein, er ist nicht verwandt und nicht verschwägert mit seinem Namensvetter.
 
Zum Abschluss traten die beiden Bürgermeister selbst ans Rednerpult. Bürgermeister a.D. Bernd Lutz blickte zurück auf die letzten 16 Jahre und beteuerte, die Tür hinter sich nicht zu schließen, sondern nur anzulehnen. Bürgermeister Julian Stipp hatte sich seine Redezeit geschickt eingeteilt und griff zunächst zum Waldhorn, um seinem Vorgänger zusammen mit Musikerkollegen mit „I did it my way“ zu verabschieden. Er schloss mit seinem Slogan aus dem Wahlkampf: Gemeinsam. Anpacken. Für Salach.
 
Nach über drei Stunden unterhaltsamem Programm kamen die Gäste zum Stehempfang zusammen und ließen den Abend mit Häppchen von der Burg Staufeneck ausklingen.  
 

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