Gemeindenachricht

Bebauungsplan „Oberdorf West, 4. Änderung“ und Örtliche Bauvorschriften nach § 74 LBO


Aufstellung eines Bebauungsplanes und von Örtlichen Bauvorschriften
 
Der Gemeinderat hat am 27.10.2015 in öffentlicher Sitzung beschlossen, auf der Grundlage des städtebaulichen Konzepts gleichen Datums für das Gebiet „Oberdorf West, 4. Änderung“ einen Bebauungsplan der Innenentwicklung im beschleunigten Verfahren nach § 13a BauGB und Örtliche Bauvorschriften nach § 74 LBO aufzustellen.

Dieser Beschluss wird hiermit ortsüblich bekannt gemacht (§ 2 Abs. 1 Satz 2 BauGB).
 
Ziele und Zwecke der Planung
  • Gewährleistung der allgemeinen Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse
  • Schaffung und Erhaltung sozial stabiler Bewohnerstrukturen
  • Gewährleistung einer nachhaltigen städtebaulichen Entwicklung, die die sozialen, wirtschaftlichen und umweltschützenden Anforderungen, auch in Verantwortung gegenüber der Familie, der jungen, alten und behinderten Menschen untereinander in Einklang bringt
  • Maßnahmen der Innenentwicklung für Nachnutzung und Nachverdichtung
  • Entwicklung des Areals als Mischgebiet, wobei in der straßenbegleitenden offenen Zeilenbebauung entlang der Hauptstraße wirkende gemischtgenutzte Wohn- und Geschäftshäuser zur Büro- und Gewerbenutzung in Verbindung mit Wohnnutzung angeordnet werden sollen und hinter dieser Zeilenbebauung in westlicher Richtung die Wohnnutzung Vorrang hat
  • Entwicklung einer Baustruktur in Form einer Kombination von Zeilenbebauung und einem geöffneten Baublock mit großem Wohnhof in offener Bauweise und Gewährleistung der Durchwegung des Quartiers in Nord-Süd und Ost-West Richtung
  • Anordnung von urban wirkenden gemischtgenutzten Wohn- und Geschäftshäusern – maximal viergeschossig – entlang der Hauptstraße als Zeilenbebauung sowie Anordnung von Geschosswohnhäusern – maximal dreigeschossig – entlang des Brühlweges
  • Anordnung eines winkelförmicht geöffneten Baublocks (Geschosswohnhaus) mit maximal drei Vollgeschossen im südwestlichen Bereich des Areals
  • Die Dächer der Bebauung sind als begrünte Pult- oder Flachdächer auszuführen
  • Aufwertung des Brühlweges als Ost-Westverbindung zwischen Haupt- und Kaißerstraße
  • Schaffung einer neuen Wegeverbindung – Durchstich – im südlichen Bereich des Areals zwischen Fougerollesplatz und Hauptstraße
Vorbereitende Bauleitplanung
Das Plangebiet liegt innerhalb des Geltungsbereiches des Flächennutzungsplanes für die Markungen Eislingen, Ottenbach, Salach 1. Änderung des Gemeindeverwaltungsverbandes Eislingen-Ottenbach-Salach. Dieser Plan ist seit dem 17.06.2004 rechtskräftig. Der Plan weist für das Plangebiet gemischte Bauflächen gemäß § 1 Abs. 1 Nr. 2 BauNVO aus. Die Entwicklung aus dem Flächennutzungsplan gemäß § 8 Abs. 2 BauGB ist somit gewährleistet.
 
Beschleunigtes Verfahren
Die Anwendungsvoraussetzungen für das beschleunigte Verfahren nach § 13a BauGB liegen vor, weil der Bebauungsplan, der Nachverdichtung oder anderen Maßnahmen der Innenentwicklung dient und weniger als 20.000 qm anrechenbare Grundfläche festgesetzt werden (einschließlich der mitzurechnenden Grundfläche mehrerer Bebauungspläne, die in einem eigenen sachlichen, räumlichen und zeitlichen Zusammenhang stehen).
 
Der Bebauungsplan und die Örtlichen Bauvorschriften werden im beschleunigten Verfahren nach § 13a BauGB und somit ohne Durchführung einer Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 BauGB aufgestellt.
 
Salach, den 02.11.2015
Bernd Lutz, Bürgermeister


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