Gemeindenachricht

Salacher Stammspieler wechselt in die Landesliga


Der Gemeinderat verabschiedete Peter Hofelich aus seinen Reihen
 
Am 30. Juni kam der Gemeinderat bei sommerlichen Temperaturen im Sitzungssaal zusammen. Wichtigster Punkt auf der Tagesordnung und mit Spannung erwartet war die Verabschiedung von Peter Hofelich aus dem Gemeinderat. Peter Hofelich hatte dem Gremium 31 Jahre angehört. Ein Amt als politischer Staatssekretär im Wirtschafts- und Finanzministerium. Dadurch war ein Ausscheiden aus dem Gemeinderat leider unumgänglich geworden, da nach den geltenden Vorschriften im Land ein kommunalpolitisches Mandat nicht mit der Funktion eines Staatssekretärs vereinbar ist. Dabei ist noch nicht ausgeschlossen, ob es irgendwann ein Comeback im Gemeinderat geben kann, dies wird vor allem von der Landtagswahl im kommenden Jahr abhängen. Daher betonte Bürgermeister Bernd Lutz, gehe es im Moment „nur“ um eine Verabschiedung und noch nicht um die Würdigung eines kommunalpolitischen Lebenswerks. Zum Abschluss seiner Rede hat sich Bürgermeister Bernd Lutz für den Fußball-Fan Peter Hofelich noch etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Ein imaginärer Artikel, wie er im Sportteil einer Zeitung hätte stehen können beschreibt den Wechsel des „Salacher Stammspielers“ Peter Hofelich in die Landesliga.

Peter Hofelich geht künftig für die Landesregierung in Stuttgart auf Torejagd
 
Ein spektakulärer Spielertransfer ging in den letzten Wochen über die Bühne, der nicht nur in Salach sondern auch weit darüber hinaus für einiges an Aufsehen gesorgt hatte.  
Nach 31 Jahren Vereinstreue und vielen herausragenden, sportlichen Erfolgen verlässt das Salacher Urgestein Peter Hofelich seinen Heimatverein, den 1. FC Gemeinderat Salach und wechselt in die Landesliga in das Team der Landesregierung von Baden-Württemberg. (…)
 
Peter Hofelich hatte in Salach noch einen Vertrag bis zum Sommer 2019, der nun in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst wurde, um ihm für seine sportliche Weiterentwicklung und ehrgeizigen Ambitionen keine Steine in den Weg zu legen. Über die Höhe der Ablösesumme vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. Es darf in diesem Zusammenhang trefflich spekuliert werden.
 
Mit dem vollzogenen Wechsel tauscht Peter Hofelich sein bisheriges blau-gelbes Salacher Trikot gegen einen Dress in den Farben grün und rot, wobei er nach eigenen Angaben aus modischen Gründen gerne die Farbe Rot deutlich stärker betont hätte. Aber vielleicht wird ihm dieser Wunsch ja noch erfüllt.
 
So sehr sein Abgang in Salach auch bedauert wird und allgemein klar ist, dass er eine sehr große Lücke hinterlassen wird, so sehr freut man sich mit ihm, dass er es als erster Salacher in die Landesauswahl der Landesregierung geschafft hat. Insoweit fällt natürlich auch etwas Glanz auf seinen Heimatverein. Dies insbesondere, da Peter Hofelich ein Salacher Eigengewächs ist, das quasi aus der eigenen Jugendabteilung stammt. (…)
 
Mit der 23-jährigen Sabrina Hartmann verpflichteten die Salacher ein hoffnungsvolles Nachwuchstalent, der von allen Seiten zugetraut wird, dass sie sich schnell ins Gemeinderatsteam integrieren und zu einer echten Leistungsträgerin avancieren wird. Und auch Werner Staudenmayer wird im neuen Team eine größere Verantwortung zukommen.
 
Das fußballerische Talent von Peter Hofelich ist ebenso unbestritten wie seine Spielintelligenz und seine Spielübersicht. 
 
Peter Hofelich zeichnet sich dabei durch ein blitzschnelles Erkennen der jeweiligen Spielsituation aus, das situative Umschalten von Abwehr auf Angriff und umgekehrt beherrscht er spielend, er spielt mit traumwandlerischer Sicherheit lange Pässe in die Spitze, die tatsächlich auch immer wieder von seinen Mitspielern erlaufen werden konnten. Ein klassischer Spielmacher also.
 
Und auch vor einem taktischen Foul schreckt er von Zeit zu Zeit zurück, um einen Konter der gegnerischen Mannschaft und deren Torerfolg rechtzeitig zu unterbinden. Und auch für ein Tackling mit dem richtigen Timing war er sich nie zu schade.
 
Sein Talent wurde auch auf überörtlicher Ebene klar erkannt, davon zeugen auch seine zahlreichen Berufungen in die Regionalauswahl (Regionalversammlung) und in die Kreisauswahl (Kreistag).  (…)
 
Als Mannschaftsspieler weiß er auch seine Mitstreiter gut in Szene zu setzen, sie intensiv in das Spiel einzubinden, ohne dabei Zweifel daran entstehen zu lassen, wer denn letztlich der Chef, wer letztlich der „Leader“ auf dem Platz ist.
 
Gleichzeitig ist er abseits des Spielfelds ein echter Medienprofi, rhetorisch beschlagen, der direkt nach dem Schlusspfiff einen der zahlreichen Siege genauso fundiert analysieren kann, wie er plausible Gründe benennen kann, wenn nur ein Unentschieden oder gar eine Niederlage am Ende der neunzig Minuten zu Buche steht. (…)
 
Im Anschluss überreichte Bürgermeister Bernd Lutz dem ausscheidenden Gemeinderat eine besondere Überraschung. Zur Erinnerung an „seinen alten Verein“ erhielt Peter Hofelich sein ganz persönliches Salacher Trikot.

Auch die Gemeinderatsfraktionen verabschiedeten ihren langjährigen Kollegen Peter Hofelich. Der neue Fraktionsvorsitzende Werner Staudenmayer verabschiedete seinen Vorgänger herzlich und übereichte ihm ein Fotobuch, in dem er gemeinsam mit Fraktionskollegin Annette Schweiß die langjährige Gemeinderatsarbeit von Peter Hofelich dokumentiert hatte. Auch Markus Edinger (CDU) und Herbert Wild (SBL) würdigten die langjährige kommunalpolitische Arbeit von Peter Hofelich und überreichten ein Gemeinschaftsgeschenk.


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