Salach, 13.08.2009
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Geschichte
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Salach gestern und heute
Staufeneck war ursprünglich ein reicher Besitz, der sich vom Filstal bis nach Cannstatt erstreckte und durch die Patronatsrechte auch kirchlichen Einfluss ausübte. Doch wegen wirtschaftlicher Probleme musste die Herrschaft bereits 1333 an die Herren von Rechberg verkauft werden. Auch diese gehörten zu den wichtigsten Dienstmannen der Staufer. Unter ihrer Herrschaft wurde die Burg weiter ausgebaut und im Dorf entstand als wichtigstes Bauwerk die Pfarrkirche, die heutige evangelische Margaretenkirche. Sie wurde als typische Dorfkirche mit einer wehrhaft wirkenden Chorturmanlage erbaut. Von der Reformation bis 1905 diente sie Katholiken und Protestanten gemeinsam als Kirche. Das „Filstalpanorama“ von 1534 zeigt ein zwar sehr kleines Dorf, das aber mit seinen ziegelgedeckten Häusern durchaus von einigem Wohlstand zeugt. Nach einer Zeit der ruhigen Entwicklung brachen mit dem Aussterben der rechbergischen Hauptlinie, den Wirren der Reformation und dem Dreißigjährigen Krieg auch für Salach unruhige Zeiten an, die sich erst mit der Übernahme der Herrschaft durch den Grafen von Degenfeld wieder beruhigten. Pest, Hunger, Krieg und Belagerung hatten jedes Wachstum gelähmt. Erst nach 100 Jahren wurde wieder ein Einwohnerstand von 300 Menschen erreicht. Mit der Einführung der Reformation kam 1608 erstmals die Schule ins Dorf. Regelmäßiger Unterricht fand jedoch erst 1673/74 in den Räumen des Pfarrhauses statt. 200 Jahre später wurde das erste gemeindeeigene Schulhaus eingeweiht. Wegen der starken Bevölkerungszunahme wurde bereits 1909 ein weiteres Schulgebäude errichtet, benannt ab 1957 nach dem wohl bedeutensten Sohn des Ortes: dem Benediktinerpater Anselm Schott, der mit seinem 1884 herausgegebenen Volksmessbuch zum Begründer der katholischen Liturgieerneuerung wurde. Nach einer umfassenden Renovierung des denkmalgeschützten Gebäudes ist die Schottschule 1991 zum Rathaus - und zu einem der attraktivsten Verwaltungsgebäude im Kreis Göppingen- geworden. Der Schulbetrieb mit Grund-, Haupt- und Werkrealschule wird in der 1955 eingeweihten - und inzwischen mehrfach erweiterten - Staufeneckschule durchgeführt. Bis in die Neuzeit war Salach eine rein bäuerliche Ansiedlung, doch schon die Herren von Degenfeld ermöglichten 1768 die Gründung einer „Taback und Grapp-Fabrique“. Mit der Eingliederung ins Königreich Württemberg und mit der neuen Verwaltung durch Dorfschultheiß und Gemeinderat setzte sich früh im 19. Jahrhundert ein wirtschaftlicher Aufschwung fort. Bereits zur Mitte des 19. Jahrhunderts kamen täglich zahlreiche Pendler nach Salach, ebenso viele Fremdarbeiter, vor allem aus Italien. Zwischen 1800 und 1900 hatte sich die Einwohnerzahl verfünffacht. Parallel zur wirtschaftlichen Entwicklung entfaltete sich auch ein reges Vereinsleben. 1858 wurde als erster der Gesangsverein Salach gegründet, der heutige Liederkranz. Aus der 1856 entstandenen Musikkapelle des Fabrikanten Friedrich Bareiß entwickelte sich der Musikverein. Seit 1882 gibt es die TSG Salach. Bereits 1867 gab es eine Salacher Ortsfeuerwehr, mithin lange bevor die Gemeinden vom Land zur Gründung verpflichtet wurden. |
Gedenktafel Pater-Anselm-Schott
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Bildserie Kleindenkmale
![]() Sühnekreuz |
Trinkspringbrunnen am Rathaus aus dem Jahr 1909 |
Wappen im Burghof |